Was ist eigentlich solidarische Landwirtschaft?
Was ist eigentlich solidarische Landwirtschaft?
Im Kern bedeutet solidarische Landwirtschaft, dass sich ein oder mehrere landwirtschaftliche Betriebe mit einer Gruppe von Menschen und Haushalten zu einer Verbraucher-Erzeuger-Gemeinschaft zusammenschließen.
Zu Beginn eines Wirtschaftsjahres gehen beide Seiten eine direkte und verbindliche Beziehung miteinander ein: Die Höfe versorgen die Mitglieder mit ihren Erzeugnissen – im Gegenzug trägt die Solawi-Gemeinschaft gemeinsam die Kosten, die für deren Erzeugung entstehen.

Damit verliert die einzelne Möhre ihren Preis. Die Mitglieder kaufen nicht eine bestimmte Menge Gemüse pro Woche, sondern erhalten ihren Anteil an dem, was wir gemeinsam beschlossen haben anzubauen und was die Höfe im Laufe des Jahres ernten. Wie im eigenen Garten fällt die Ernte dabei nicht jedes Jahr gleich aus: In einem Jahr gibt es vielleicht besonders viele Tomaten und weniger Kartoffeln, im nächsten kann es genau umgekehrt sein. Ertrag und Ernterisiko werden so von allen gemeinsam getragen.
Auch die Richtwerte für einen Ernteanteil sind deshalb keine Preise für eine bestimmte Menge Gemüse. Sie spiegeln vielmehr wider, welche Beiträge notwendig sind, damit die Höfe ihre Arbeit nach ihren Vorstellungen und unter guten Bedingungen leisten können – und damit die Menschen, die dort arbeiten, von ihrer Arbeit leben können.
Die regelmäßigen und verlässlichen Beiträge geben den Höfen Planungssicherheit. Sie sichern die laufende Arbeit und schaffen zugleich die Grundlage für Investitionen und die langfristige Entwicklung unserer gemeinsamen Landwirtschaft.
Die Lebensmittel verlieren ihren Preis
und erhalten so ihren Wert zurück.
Die Lebensmittel verlieren ihren Preis
und erhalten so ihren Wert zurück.
Wolfgang Stränz, Buschberghof
Zum Hintergrund:
Warum braucht es Solawis aktuell dringender denn je ?
Kleinere, bäuerlich wirtschaftende Landwirtschaftsbetriebe, die unsere Natur- und Kulturlandschaft erhalten und pflegen, sind heute zunehmend in ihrer Existenz bedroht. Vielerorts sind sie bereits zur Seltenheit geworden – sofern sie nicht schon dem Höfesterben zum Opfer gefallen sind.
Der (globale) Agrarmarkt und seine Mechanismen setzen insbesondere kleinere Betriebe unter enormen wirtschaftlichen Druck. Niedrige Erzeugerpreise und der stetige Zwang zu mehr Effizienz und Wachstum begünstigen immer größere Betriebsstrukturen. Höfe, die nicht wachsen wollen oder können, geraten dabei schnell in ein Dilemma: Sie müssen immer intensiver wirtschaften und damit Böden, Gewässer, Tiere und nicht zuletzt die auf den Höfen arbeitenden Menschen stärker belasten – oder irgendwann aufgeben.
Auch im Öko-Landbau wirken keine grundsätzlich anderen Mechanismen – wenn auch auf anderem Niveau. Und obwohl Bio-Lebensmittel im Aufwind sind, heißt das nicht unbedingt, dass kleine Betriebe davon profitieren.


Genau hier setzt die Solidarische Landwirtschaft an: Dieses Modell der direkten Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Verbraucher:innen – im Englischen treffend als „Community Supported Agriculture“ (CSA) bezeichnet – eröffnet insbesondere kleineren Höfen einen ganz praktischen Weg, sich ein Stück weit von Marktpreisen und wirtschaftlichen Zwängen unabhängig zu machen.
Durch die langfristige und verlässliche Unterstützung einer Solawi-Gemeinschaft erhalten die Höfe Planungssicherheit und können Landwirtschaft stärker danach ausrichten, was für Menschen, Tiere und Natur sinnvoll ist – statt danach, was sich auf dem Markt kurzfristig am günstigsten produzieren und verkaufen lässt. Gerade für kleinbäuerliche Betriebe kann das eine Perspektive jenseits des verbreiteten Prinzips „Wachsen oder Weichen“ schaffen.
Solidarische Landwirtschaft bedeutet damit eine Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren: Die Höfe erhalten Verlässlichkeit, Wertschätzung und wirtschaftlichen Spielraum. Die Mitglieder bekommen hochwertige, regional erzeugte Lebensmittel, einen direkten Bezug zu deren Herkunft und die Möglichkeit, Landwirtschaft in ihrer Region aktiv mitzugestalten.
Zum Hintergrund:
Warum braucht es Solawis aktuell dringender denn je?
Kleinere, bäuerlich wirtschaftende Landwirtschaftsbetriebe, die unsere Natur- und Kulturlandschaft erhalten und pflegen, sind heute zunehmend in ihrer Existenz bedroht. Vielerorts sind sie bereits zur Seltenheit geworden – sofern sie nicht schon dem Höfesterben zum Opfer gefallen sind.
Der (globale) Agrarmarkt und seine Mechanismen setzen insbesondere kleinere Betriebe unter enormen wirtschaftlichen Druck. Niedrige Erzeugerpreise und der stetige Zwang zu mehr Effizienz und Wachstum begünstigen immer größere Betriebsstrukturen. Höfe, die nicht wachsen wollen oder können, geraten dabei schnell in ein Dilemma: Sie müssen immer intensiver wirtschaften und damit Böden, Gewässer, Tiere und nicht zuletzt die auf den Höfen arbeitenden Menschen stärker belasten – oder irgendwann aufgeben.
Auch im Öko-Landbau wirken keine grundsätzlich anderen Mechanismen – wenn auch auf anderem Niveau. Und obwohl Bio-Lebensmittel im Aufwind sind, heißt das nicht unbedingt, dass kleine davon Betriebe profitieren.


Genau hier setzt die Solidarische Landwirtschaft an: Dieses Modell der direkten Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Verbraucher:innen – im Englischen treffend als „Community Supported Agriculture“ (CSA) bezeichnet – eröffnet insbesondere kleineren Höfen einen ganz praktischen Weg, sich ein Stück weit von Marktpreisen und wirtschaftlichen Zwängen unabhängig zu machen.
Durch die langfristige und verlässliche Unterstützung einer Solawi-Gemeinschaft erhalten die Höfe Planungssicherheit und können Landwirtschaft stärker danach ausrichten, was für Menschen, Tiere und Natur sinnvoll ist – statt danach, was sich auf dem Markt kurzfristig am günstigsten produzieren und verkaufen lässt. Gerade für kleinbäuerliche Betriebe kann das eine Perspektive jenseits des verbreiteten Prinzips „Wachsen oder Weichen“ schaffen.
Solidarische Landwirtschaft bedeutet damit eine Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren: Die Höfe erhalten Verlässlichkeit, Wertschätzung und wirtschaftlichen Spielraum. Die Mitglieder bekommen hochwertige, regional erzeugte Lebensmittel, einen direkten Bezug zu deren Herkunft und die Möglichkeit, Landwirtschaft in ihrer Region aktiv mitzugestalten.
Die Solawi bedeutet mit ihren Grundprinzipien ...
...für die Erzeuger (die Höfe):
...für die Verbraucher (Solawi-Mitglieder):
Die Solawi bedeutet mit ihren Grundprinzipien...
...für die Erzeuger (die Höfe):
...für die Verbraucher
(Solawi-Mitglieder)
Ist das was für mich?
Ist das was für mich?
Du bist unsicher, ob die OderSchwalbe zu dir passt? Vielleicht helfen dir diese Überlegungen:















